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Als Übungsobjekt für die diesjährige Abschlussübung
hatte sich Stadtbrandinspektor und Übungsleiter Bert Hentzler
das Gebäude der Vereinigten Volksbank Griesheim-Weiterstadt
ausgesucht. Die angenommene Lage war, dass ein Feuer in einem Tagungsraum
im Obergeschoß des Gebäudes ausgebrochen sei. Durch starke
verqualmung, simuliert durch zwei Nebelmaschinen, war einigen Mitarbeitern
der Volksbank, dargestellt durch Angehörige der Griesheimer
Jugendfeuerwehr, der Fluchtweg abgeschnitten.
Beim Eintreffen der Einsatzkräfte stellte sich die Lage wie
folgt dar: Starke Verqualmung im Stockwerk über dem Schalterbereich,
dicker Qualm tritt aus den Fenstern hervor. Im Nachbarraum und dem
darüberliegenden Stockwerk stehen zahlreiche Personen am Fenster
und schreien um Hilfe, ebenso auf der rückwärtigen Seite
des Gebäudes.
Zunächst trifft der KdoW mit dem Einsatzleiter ein. Dieser
erkundet die Lage. Kurze Zeit später tifft der Löschzug
mit LF 20-12 und DLK 23-12 an der Einsatzstelle ein, wenige Minuten
später auch das HLF 20-16.
Zunächst steht die Menschenrettung im Vordergrund. Die Mannschaft
des LF 20-12 beginnt mit der dreiteiligen Schiebleiter die Personen
aus den oberen Stockwerken über die Fenster zu retten, parallel
dazu führt die Besatzung der DLK eine Menschenrettung durch,
ebenfalls an der Vorderseite. Die Mannschaft des HLF 20-16 bringt
ihre Schiebleiter auf der rückwärtigen Seite des Gebäudes
in Stellung und rettet die dort befindlichen Personen.
Nach abgeschlossener Menschenrettung trägt der Angriffstrupp
des LF 20-12 unter schwerem Atemschtuz einen Innenangriff über
eine C-Leitung mit Hohlstrahlrohr in das Gebäude über
das Treppenhaus vor.
Um die Dramatik der Übung noch zu erhöhen, spielt Übungsleiter
Hentzler das Szenario ein, es hätte eine Durchzündung
mit Rauchgasexplosion (sog. Flash-Over) gegeben und der Angriffstrupp
des LF 20-12 läge bewustlos in der Gefahrenzone.
Daraufhin müssen weitere Trupps unter schwerem Atemschutz in
das Gebäude vordringen um diesen Trupp zu retten. Der Löschangriff
wird ab diesem Moment über das Wenderohr der DLK 23-12 von
außen über die Fenster vorgetragen.
Nach ca. 1 1/2 Stunden war die Übung beendet. Es folgte eine
ausführliche Begehung der Räumlichkeiten der Volksbank
in Griesheim.
Damit schloß die Griesheimer Feuerwehr das praktische Übungsjahr
für 2005 ab und wird ab sofort bis März 2006 in theoretischen
Unterrichten weitergebildet.
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