Freitag, 18.05.2012
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Feuerwehrgerätehaus

 

Blick von der Westseite

Allgemein

Das Gerätehaus in der Goethestraße 1 dient der Feuerwehr Griesheim seit 1963 als Unterkunft.
Im Gerätehaus mit den Fahrzeughallen sind sämtliche Gerätschaften und Fahrzeuge der Feuerwehr Griesheim beheimatet.

Oft wird das Gerätehaus als "Feuerwache" bezeichnet. Dies ist jedoch per Definition nicht korrekt. Der Begriff "Feuerwache" würde beinhalten, dass das Gebäude rund um die Uhr besetzt ist. Das ist so nicht richtig, da die Feuerwehr Griesheim eine freiwillige Wehr ist. Lediglich Werktags zwischen 07:00 und 17:00 Uhr ist das Gerätehaus mit den beiden hauptamtlichen Gerätewarten besetzt. Ansonsten kommen die Feuerwehrmänner und -frauen nur zum Übungs- oder Einsatzdienst ins Gerätehaus. Deshalb ist es auch nicht zweckmäßig, sich im Notfall die Telefonnummer des Gerätehauses aus dem Telefonbuch zu suchen und dort anzurufen um die Feuerwehr herbeizurufen.
Dies geschieht ausschließlich über die allgemein bekannte Notrufnummer 112!


Eingangsbereich

Das Gerätehaus bietet eine ganze Reihe funktioneller Räume wie:

  • Fahrzeugboxen mit Waschhalle
  • Umkleideräume
  • Sanitäre Anlagen und Duschen
  • Funkzentrale mit Lagebesprechungsraum
  • Gerätewerkstatt
  • Gerätelager
  • Atemschutzwerkstatt
  • Jugendfeuerwehrraum
  • Unterrichtsräume
  • Büros
  • Bereitschaftsraum
  • Schlauchwaschanlage mit Schlauchturm
  • Materiallagerräume

Einige dieser Räume sind im Folgenden noch im Einzelnen beschrieben.


Eingangsbereich

Das Gerätehaus ist mit einem eigenen Notstromaggregat ausgestattet, so dass die Einrichtungen der Unterkunft wie z.B. die Fahrzeughallen, Flure und die Funkzentrale auch im Falle eines Stromausfalls weiterbetrieben werden können.

Die Lage mitten im Stadtgebiet hat Vor- und Nachteile. Zum einen liegt das Gerätehaus sehr zentral und ist von allen Feuerwehrleuten gut zu erreichen. Zum anderen ergibt sich daraus jedoch auch eine gewisse Parkplatzproblematik. Auch die Anbindung zur Hauptstraße über eine Tempo 30 Zone mit baulichen Hindernissen zur Verkehrsberuhigung bereitet zum Teil Probleme.


Gang vor der Funkzentrale

Historie

Wie bereits erwähnt hat die Feuerwehr Griesheim Ihre Unterkunft am jetzigen Platz seit 1963.
Vor dem Krieg waren die Gerätschaften an zwei verschiedenen Orten untergebracht.
Zum Einen im "Fasselstall" an der heutigen Bahnhofstraße Ecke Sandgasse, sowie neben dem alten Rathaus (heute Gaststätte "Zum Zöllerhannes").

Nach dem Krieg befand sich das Gerätehaus an der "Alten Schule" (heutiges Kochschulhaus) an der Wendeschleife der Straßenbahnendhaltestelle.

1963 wurde der Altbau des heutigen Gerätehauses mit 5 Fahrzeugboxen, Unterrichtsraum, Schlauchturm mit Schlauchwaschanlage, Funkzentrale (heutiges Stadtbrandinspektorbüro) bezogen. Doch schon kurze Zeit später verfügte die Feuerwehr Griesheim über mehr als 5 Fahrzeuge und immer mehr Gerätschaften und Material.


Umkleideraum

Diese wurden an verschiedenen Bauhöfen der Stadt Griesheim untergestellt und im Bedarfsfall zum Gerätehaus gefahren. Behelfsmäßig bauten die Feuerwehrleute in Eigenleistung einen Anbau hinter den Turm, in dem zwei Kleinfahrzeuge und eine Werkstatt untergebracht wurden. Da dies kein glücklicher Zustand war, entschloss man sich Ende der 70er Jahre das Gerätehaus in Richtung Westen zu erweitern und den von den Feuerwehrleuten erstellten Anbau an das Rote Kreuz abzugeben. 1983 kamen 4 weitere Fahrzeugboxen (eine als Waschbox mit Ölabscheider) sowie ein Flachbau mit Bereitschaftsraum und Funkzentrale hinzu. Der neue Gebäudeteil wurde unterkellert. Hier waren ein weiterer Unterrichtsraum, die Atemschutzwerkstatt, der Jugendfeuerwehrraum und diverse andere Räume untergebracht.

Doch auch der neu hinzugewonnene Raum reichte bald nicht mehr aus, so dass man sich Anfang der 90er Jahre genötigt sah, über eine erneute Erweiterung nachzudenken.
Diese wurde 1996 zum großen Teil in unentgeltlicher Eigenleistung der Feuerwehrleute erbracht und am 17.01.1999 eingeweiht. Der Anbau in östlicher Richtung umfasst eine neue Atemschutzwerkstatt, eine Werkstatt, ein Gerätelager (zweigeschossig) mit Schwerlastaufzug, sowie eine Box für Kleinfahrzeuge.
Das ehemalige Gerätelager und die ehemalige Werkstatt werden seit dem als Umkleideräume genutzt.

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