Das Funkwesen spielt eine elementare Rolle
bei den Feuerwehren. Durch den Funk wird die Kommunikation an der
Einsatzstelle und zwischen den Fahrzeugen und der Leitstelle erst
ermöglicht.
Das analoge Funksystem der BOS (Behörden- und Organisationen
mit Sicherheitsaufgaben) wie Polizei, Rettungsdienst, Feuerwehr, THW
etc. ist vom technischen Prinzip schon über 50 Jahre alt. Lediglich
die eingesetzten Geräte sind im Laufe der Jahre kleiner und leistungsstärker
geworden.
Den BOS stehen vier Funksysteme zur Verfügung, die nach ihrer
Wellenlänge unterschieden werden. Prinzipiell gibt es das 8-m,
das 4-m, das 2-m und das 70-cm Band. Die Feuerwehren nutzen jedoch
nur das 4-m und 2-m Band.
Das 4-m Band wird zur Kommunikation zwischen der Leitstelle und
den Fahrzeugen bzw. zwischen den Fahrzeugen eingesetzt. Die Feuerwehr
Griesheim funkt (wie der gesamte Landkreis Darmstadt-Dieburg) auf
Kanal 494 GU. Über dieses Frequenzband erfolgt auch die Alarmierung
über Funkmeldeempfänger.
Das 2-m Band steht für die Handsprechfunkgeräte zur Verfügung.
Standardmäßig wird in unserem Bereich auf Kanal 56 gefunkt.
Weiterhin kommt im Landkreis Darmstadt-Dieburg flächendeckend
das FMS (Funkmeldesystem) zum Einsatz. Bei diesem System werden
die 4-m Band Funkgeräte um eine FMS-Steuereinheit ergänzt.
Über diese können Statusmeldungen wie "Einsatzauftrag
übernommen", "An der Einsatzstelle", "Rückfahrt
Unterkunft" etc. direkt per Knopfdruck an die Leitstelle übermittelt
werden, ohne dass der Funkkanal durch unnötige Gespräche
belastet wird. Die Feuerwehr Griesheim spielte bei der Einführung
dieser Technologie eine Vorreiterrolle und hatte als eine der ersten
Feuerwehren im Landkreis Darmstadt-Dieburg sämtliche Fahrzeuge
mit der FMS Technologie ausgerüstet.
Eine Ablösung des eigentlich veralteten analogen Systems durch
ein modernes Digitalfunksystem ist seit einigen Jahren in Planung,
jedoch zurzeit noch nicht über die Testphase hinaus fortgeschritten.
Knackpunkt hier ist unter anderem die angespannte Haushaltslage
der Bundesländer.
|