EvD-System
Bereits seit 1987 verfügt die Feuerwehr Griesheim über
einen Kommandowagen (KdoW), mit dem der Einsatzleiter unabhängig
von den übrigen Fahrzeugen die Einsatzstelle direkt anfahren
kann. Dieses Prinzip hat sich, insbesondere für eine freiwillige
Feuerwehr, als vorteilhaft erwiesen. So trifft der Einsatzleiter
in der Regel 3-4 Minuten vor dem ersten Löschfahrzeug an der
Einsatzstelle ein. Diese Zeit kann er nutzen, um sich ein Bild von
der Lage vor Ort zu machen und die anrückenden Einsatzkräfte
schon auf der Anfahrt koordinieren.
So kann der Einsatz mit dem Eintreffen des ersten Löschfahrzeuges
unverzüglich beginnen.
In der Zeit bis 1998 war der KdoW direkt dem Stadtbrandinspektor
bzw. im Urlaubs- oder Krankheitsfall dem stellvertretenden Stadtbrandinspektor
zugeordnet. Der Nachteil dabei war jedoch, dass sich die Einsatzkräfte
nicht 100-prozentig darauf verlassen konnten, ob der Stadtbrandinspektor
nicht grade doch zum Einkaufen oder anderen Tätigkeiten außerhalb
Griesheims unterwegs war.
Dies hat sich seit 1998 geändert. Der KdoW wird nun vom jeweils
diensthabenden Einsatzleiter (EvD) geführt. Dieser muss sich
in seiner Dienstzeit in der unmittelbaren Umgebung von Griesheim
aufhalten. So ist gewährleistet, dass der EvD vor dem Löschzug
an der Einsatzstelle eintrifft. Der Führer des ersten Löschfahrzeuges
kann sich darauf verlassen, dass schon eine Lageerkundung bis zu
seinem Eintreffen stattgefunden hat. Den Einsatzleiter vom Dienst
können alle Führungskräfte stellen, die mindestens
über eine Zugführerausbildung mit weiteren Sonderlehrgängen
verfügen.
Auf diese Weise verteilt sich die dienstliche und freiwillige Last
auch in diesem Bereich auf mehrere Schultern, bei größtmöglicher
Gewährleistung der Einsatzbereitschaft.
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